Sicheres Surfen

Einige Tipps unseres Webmasters!

Einen Internetbrowser richtig einzustellen und ggfs. mit zusätzlicher Sicherheitssoftware zu „unterfüttern“, ist eine Wissenschaft für sich.
Dennoch gibt es zahllose Handlungsanweisungen und Zusatzwerkzeuge – und jeder „Experte“ hat andere Ratschläge zu bieten. Als verantwortlicher Webmaster für diesen Webauftritt hier gebe ich Ihnen gern einige Ratschläge, wobei diese natürlich meiner eigenen 20-jährigen Berufserfahrung entsprechen und damit ganz subjektiv sind.
Benutzer von Tablets oder Smartphones haben es noch ein wenig schwerer, denn sie sind über die Betriebssysteme von Google und Apple nahezu immer „eingeloggt“ und „funken“ viele relevante Daten, über die sich Werbetreibende sehr freuen.
Auch wenn es einfacher ist, einen „echten“ PC zu sichern, so ist doch für alle Gerätetypen auf jeden Fall dazu zu raten, ein gutes

  • Antivirenprogramm/Firewallprogramm = Internet Security Suiten zu verwenden.

Ich persönlich verwende kostenpflichtige Programme. Zwar gibt es durchaus gut getestete Freeware-Programme, mein persönlicher Eindruck ist jedoch, dass diese eher Viren oder Malware finden, um zum Kauf der kostenpflichtigen Version zu animieren. Das schafft unnötige Aufregung. Ich selbst verwende die Software von Kaspersky Labs, allerdings sind auch die Mitbewerber von Symantec, GData uvm. ordentlich. Diverse Tests in diversen Zeitungen küren jeweils irgendwelche Sieger – nach für mich manchmal nicht nachvollziehbaren Maßstäben.

Die neuesten Hacker-Attacken zeigen, dass oft Sicherheitslücken in älteren Betriebssystemen ausgenutzt werden. Auch sind Add-Ons wie z.B. „Flash“ Einfallstore für Schadsoftware.

  • Bitte halten Sie Ihr Betriebssystem auf einem aktuellen Stand.
  • Verwenden Sie kein Betriebssystem, welches vom Hersteller nicht mehr regelmäßig „gepatched“, also mit Updates versehen wird.

Wenn Sie kein allzu bequemer Mensch sind, der sich so wenig wei möglich merken will, dann

  • hindern Sie Ihren Internetbrowser daran, die angelegten Cookies zu speichern – und
  • verbieten Sie ihm auch, eine Chronik all Ihrer angesurften Websites anzulegen.

Sie müssen sich dann zwar jedes Mal neu einloggen (z.B. bei Facebook oder auch ggfs. auch auf unserer Website) – aber Sie verhindern zum einen teilweise, dass Webdienste im Hintergrund Profile Ihrer Surfgewohnheiten anlegen, zum anderen kann ein unberechtigter Benutzer Ihres Systems nicht nachträglich herausfinden, wo Sie für gewöhnlich herum“surfen“.
Ich selbst verwende ein recht preisgünstiges Tool namens „Browser-Maulkorb“ von Almi-Soft – dieser überwacht nicht nur alle auf Ihrem System (PC) installierten Browser (Edge, Firefox, Opera etc.), sondern löscht auch die sog. Super-Cookies UND die Browser-Kennung, anhand derer Sie viele Webdienste heutzutage viel besser erkennen, als an den eigentlich recht harmlosen „guten alten“ Standard-Cookies. Die Rechtsprechung (Ihnen ist vielleicht unsere verpflichtende „Cookie-Warnung“ nicht entgangen) hinkt hier Jahre hinter der technischen Entwicklung her.

Sollten Sie -wie ca. 95% der Internetnutzer- Ihre Web-Suchen via Google ausführen,

  • so tun Sie dies, ohne bei Google eingeloggt zu sein.

Finden Sie (das ist leicht über Google zu recherchieren *lächel*) heraus, wie man verhindert, dass Google all Ihre Suchen speichert. Verbieten Sie Google Maps, eine Liste all der Orte anzulegen, die Sie mit Ihrem Handy besucht haben (GPS).

Eine legale und auch wirksame Art, auch Ihrem Internetprovider gegenüber anonym zu werden, ist

  • die Verwendung eines „virtuellen privaten Netzwerkes“ (VPN).

Das hat nichts mit dem „verrufenen“ Darknet zu tun. Auch hier gibt es viele kostenpflichtige, aber nicht wirklich teure Anbieter, die Sie über zwischengeschaltete Server in anderen Ländern „routen“ – also surfen lassen – und diese Verbindung verschlüsseln. Bei Ihrem Internetdienstanbieter ist dann nur noch zu sehen, dass Sie sich mit einem Server z.B. in Schweden verbunden haben – der Datenverkehr ist aufgrund der Verschlüsselung zumindest für die meisten Beteiligten nicht lesbar. Dass hier Geheimdienste an Möglichkeiten forschen und einige vermutlich auch längst Erfolg damit hatten, ist nicht auszuschließen, eher sogar wahrscheinlich. Die Arbeit mit einem VPN setzt -anders als die Maßnahme weiter oben (wie z.B. das Tool von Almi-Soft oder das Deaktivieren der Browser-Chronik) eher fortgeschrittene EDV-Kenntnisse voraus.

Dieser Artikel hier war nicht als Werbung für irgendein Produkt gedacht, sondern soll zum Nachdenken anregen. Die Verwendung von Webdiensttleistungen ist aus dem Alltag nicht mehr wegzudenken, man kann aber zumindest teilweise selbst Regie führen, wie mit den eigenen Daten umgegangen wird.

Mit freundlichem Gruß
Markus Danne, Webmaster

PS: Folgende Seiten des „Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik“ geben einen guten Überblick mit ihrem 12-Punkte-Plan: BSI

Letztes Update: 28.06.17

Quelle: [E]