Fahrrad-, Pedelec- und E-Bike-Versicherung

Was war das früher doch einfach: Ein Fahrrad hatte Pedale, man kam ins Schwitzen, und egal, ob man es gern oder nur als Mittel zum Zweck benutzte – es war einfach ein Gebrauchsgegenstand.
Mit dem Aufkommen immer aufwändigerer Fahrräder als teure Sport- und Freizeitgeräte stellte sich dann irgendwann einmal die Frage nach der Versicherung – jedoch zunächst nur gegen Diebstahl. Immerhin werden jedes Jahr in Deutschland ca. 300.000 Räder gestohlen. Die Hausratversicherung ersetzt den Schaden nur, wenn das Gefährt aus einem gesicherten Bereich am Versicherungsort entwendet wurde – also z.B. aus der abgeschlossenen Garage oder dem Fahrradabstellraum. Hierbei ist darauf zu achten, dass die Höhe der Entschädigung einen bestimmten Prozentsatz der Versicherungssumme ausmacht: Haben Sie also eine kleine Wohnung und ein sehr teures Fahrrad, sollten Sie mit Ihrem Makler sprechen und den Vertrag anpassen.
Ganz anders gestaltet sich der Schadensfall, wenn Ihnen das Fahrrad unterwegs gestohlen wird. Hier müssen Sie die Hausratversicherung entsprechend um eine so genannte „Fahrradklausel“ ergänzen. Und Sie stehen in der Pflicht, wirkungsvolle Schlösser zu verwenden und das Versicherungsobjekt am besten fest mit einem unbeweglichen Gegenstand zu verbinden (Zaun, Laterne).
Immer beliebter werden heutzutage Fahrräder mit Elektrounterstützung. Hierbei ist es wichtig zu unterscheiden, ob es sich im rechtlichen Sinn um ein Fahrrad oder um ein führerscheinpflichtiges Kleinkraftrad handelt. Die bekannten „Pedelecs“ sind technisch so gestaltet, dass sie die Muskelkraft des Fahrers unterstützen, und dies nur bis zu einer Geschwindigkeit von 25 km/h. Damit bleiben sie rechtlich gesehen Fahrräder. Natürlich sind sie begehrte Objekte für einen Diebstahl. Genauso natürlich auch die schnellen „S-Pedelecs“, deren Motorunterstützung beim Treten bis zu Geschwindigkeiten von 45 km/h reicht. Damit gelten diese als Kleinkrafträder und sind führerscheinpflichtig (Klasse AM). Zudem müssen sie eine Betriebserlaubnis haben und vor allem gesondert haftpflichtversichert werden („Versicherungskennzeichen“). Auch gilt Helmpflicht.
„E-Bikes“ schließlich kann man sich wie ein Elektromofa vorstellen. Sie erreichen Geschwindigkeiten von 20 km/h, ganz ohne dass man in die Pedale treten muss. Höhere Geschwindigkeiten erfordern dann körperlichen Einsatz. Auch hier besteht die gesetzliche Pflicht zur Haftpflichtversicherung und dem Besitz einer Mofa-Prüfbescheinigung. Und natürlich empfehlen wir in all diesen Fällen die Ergänzung um den oben angesprochenen Diebstahlschutz außerhalb Ihrer eigenen vier Wände.